Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. D. Häussinger

Wie kann der Arzt Hepatitis C feststellen?

Häufig fallen bei der Hepatitis C zunächst erhöhte Leberwerte (Transaminasen: GPT und GOT) auf, die bei vielen Routinegelegenheiten bestimmt werden und allgemein auf Erkrankungen der Leber hindeuten. Dies veranlaßt den Arzt zu weiterer Labordiagnostik, so daß er auch Antikörper gegen das Hepatitis-C-Virus (HCV) untersucht.
Sind diese positiv, daß heißt vorhanden, beweist das, daß sich der Körper des Patienten bereits mit dem Hepatitis-C-Virus auseinandergesetzt hat, ohne daß klar ist, ob diese Entzündung noch aktiv im Körper existiert. Denn etwa 20% der akuten Hepatitis-C-Infektionen heilen spontan, also ohne Therapie, aus.
Deshalb sollte die Bestimmung der Geninformation des Virus, die HCV-RNA, mittels Polymerase-Ketten-Reagtion (PCR) erfolgen. Ein positives Ergebnis bedeutet, daß das Hepatitis-C-Virus im Körper ist und sich vermehrt.
Man beachte, daß diese Tests erst nach geraumer Zeit (bis zu drei Monaten) nach Infektion positiv werden (Diagnostische Lücke). Heute werden aber auch Blutkonserven auf Virusbestandteile (HCV-RNA) getestet, um diese diagnostische Lücke bei Bluttransfusionen zu schließen.
Auch nach erfolgreicher Therapie bleiben die HCV-Antikörper zunächst vorhanden, eine negative HCV-RNA zeigt an, daß das Virus sich momentan nicht oder nur noch in sehr geringem Maße vermehrt.

Ó G. Kappert, T. Heintges