| Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf |
| Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie |
| Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. D. Häussinger |

Bekannt ist dieses Virus erst seit 1989. Zuvor wurde nur von einer
Non-A-non-B-Hepatitis gesprochen, da sich die beiden damals bekannten Erreger
nicht finden ließen. Schließlich stellte sich dann heraus, daß für die meisten
transfusionsbedingten Leberentzündungen HCV verantwortlich war. Es sind auch
noch die Hepatitis D und E bekannt, die von anderen Viren hervorgerufen werden
und somit andere Besonderheiten aufweisen.
Nach sechs Monaten
Infektionsdauer spricht der Arzt von einer chronischen Hepatitis, ein Stadium,
zu dem es bei 70% bis 80% aller Infizierten kommt. Eine Therapie ist unter
Umständen angezeigt, da sich nach Jahren und Jahrzehnten bei einem Teil der
Betroffenen (25% - 40%) Spätkomplikationen
wie die Leberzirrhose mit der Gefahr der Entstehung eines Leberkrebses, dem
sogenannten Hepatozellulären Karzinom (HCC), entwickeln.
Ó G. Kappert, T. Heintges