Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektiologie
Direktor: Univ.-Prof. Dr. med. D. Häussinger

Was ist Hepatitis C?

Hepatitis C ist eine Leberentzündung verursacht durch eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV). In Deutschland leben etwa 500.000 - 800.000 infizierte Personen, was bedeutet, daß von 200 mindestens einer betroffen ist. Damit ist die  Hepatitis C Virusinfektion eine der häufigeren Infektionskrankheiten. Die Erkrankung wird in letzter Zeit immer häufiger diagnostiziert, da sie durch Medien und wissenschaftliche Forschungsergebnisse immer weiter ins Bewußtsein von Bevölkerung und behandelnden Ärzten rückt.
Patientenzahlen in der düsseldorfer Hepatitisambulanz

Bekannt ist dieses Virus erst seit 1989. Zuvor wurde nur von einer Non-A-non-B-Hepatitis gesprochen, da sich die beiden damals bekannten Erreger nicht finden ließen. Schließlich stellte sich dann heraus, daß für die meisten transfusionsbedingten Leberentzündungen HCV verantwortlich war. Es sind auch noch die Hepatitis D und E bekannt, die von anderen Viren hervorgerufen werden und somit andere Besonderheiten aufweisen.
Nach sechs Monaten Infektionsdauer spricht der Arzt von einer chronischen Hepatitis, ein Stadium, zu dem es bei 70% bis 80% aller Infizierten kommt. Eine Therapie ist unter Umständen angezeigt, da sich nach Jahren und Jahrzehnten bei einem Teil der Betroffenen (25% - 40%)  Spätkomplikationen  wie die Leberzirrhose mit der Gefahr der Entstehung eines Leberkrebses, dem sogenannten Hepatozellulären Karzinom (HCC), entwickeln.

Ó G. Kappert, T. Heintges